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Stand 2026-05-23. Zahlen und Beschreibungen folgen der Fachliteratur und nicht dem Marketingmaterial.
Zwischen führenden Evolutionsbiologen wie George Gaylord Simpson und Ernst Mayr und Molekularbiologen wie Linus Pauling und Emile Zuckerkandl kam es zum Streit über die Bedeutung der Selektion und den kontinuierlichen oder diskontinuierlichen Verlauf evolutionärer Veränderungen. 1973 prägte Theodosius Dobzhansky mit dem Satz „Nothing in biology makes sense except in the light of evolution“ die Haltung der organismischen Evolutionsbiologen gegen die drohende Dominanz der Molekularbiologie. Mit Motoo Kimuras Veröffentlichung seiner Arbeiten zur neutralen Theorie der molekularen Evolution im Jahre 1968 wurde das Dilemma aufgelöst. Kimura schlug vor, dass die natürliche Selektion nicht die in allen evolutionären Prozessen allein wirkende Kraft sei. Auf der Ebene der Moleküle seien die meisten Veränderungen selektiv neutral und eher durch Zufallsprozesse (Drift) getrieben. Seit Beginn der 1970er Jahre sind die molekularen Methoden in der Evolutionsbiologie fest verankert. Mit der Erfindung der DNA-Sequenzierungsmethoden durch Allan Maxam, Walter Gilbert und Fred Sanger verschob sich der Fokus von der Bearbeitung von Proteinen und immunologischen Methoden hin zur Gensequenzierung. Seit Beginn der 1990er Jahre revolutionierten DNA-Stammbäume die Erforschung von Abstammungsvorgängen und sind heute Routine-Handwerkszeug auch in der phylogenetischen Systematik. Die Abstammungsgeschichte und Verwandtschaft, und damit auch die Systematik, aller Organismen wird seitdem vom Studium der DNA und der Morphologie zu etwa gleichen Anteilen bestimmt.
Quellen: de.wikipedia.org
Die Biotechnologie im engeren Sinne ist seit dem Ende des 19. Jahrhunderts ein bedeutender Teil der Biologie. Im Zuge der Industrialisierung von Brauerei und Landwirtschaft wurde Biologen und Chemikern bewusst, welche außergewöhnlichen Möglichkeiten sich bieten, wenn biologische Vorgänge von Menschen kontrolliert werden. Insbesondere der Fortschritt im Bereich der industriellen Fermentation bereitete der chemischen Industrie geradezu ein Füllhorn neuer Möglichkeiten. Seit den 1970er Jahren wurden zahlreiche neue biotechnologische Fertigungsprozesse entwickelt. Diese ermöglichten die Herstellung so verschiedener Produkte wie Medikamente von Penicillin bis zu Steroiden, Nahrungsmitteln wie Chlorella, Treibstoffen wie Ethanol-Kraftstoff und eine Vielzahl hybrider Hochertragssorten und neuer landwirtschaftlicher Technologien im Rahmen der grünen Revolution.
Quellen: de.wikipedia.org
==== Rekombinante DNA-Technologien ==== Die Biotechnologie im modernen Sinne des Genetic Engineering entstand in den 1970er Jahren mit der Erfindung der rekombinanten DNA-Technologien. Die Entdeckung und Charakterisierung von Restriktionsenzymen durch Werner Arber folgte der Isolierung und Synthese viraler Gene. Herbert Boyer isolierte das Restriktionsenzym EcoRI und Arthur Kornberg die DNA-Ligasen. Auf diesen Vorarbeiten aufbauend, gelang Paul Berg 1972 die Herstellung der ersten transgenen Organismen. Die Verwendung von Plasmid-Vektoren erlaubte es dann, Gene für Antibiotika-Resistenzen in Bakterien einzubauen, was die Effizienz von Kloningexperimenten erheblich verbesserte. Im Bewusstsein potentieller Gefahren (insbesondere der befürchteten Verbreitung krebsverursachender Gene durch rekombinante Bakterien) reagierten Wissenschaftler und eine große Anzahl von Kritikern nicht nur mit Begeisterung über die neuen Möglichkeiten, sondern auch mit Ängsten und der Forderung nach Restriktionen. Daher unterstützten führende Molekularbiologen um Paul Berg ein Forschungsmoratorium, das von den meisten Wissenschaftlern mitgetragen wurde, bis 1975 auf der Asilomar Conference on Recombinant DNA Richtlinien für den sicheren Umgang mit genetisch veränderten Organismen vereinbart wurden. Nach der Asilomar-Konferenz wurden die neuen genetischen Methoden sehr schnell weiter verbessert. Frederick Sanger und Walter Gilbert entwickelten unabhängig voneinander zwei verschiedene DNA-Sequenzierungsverfahren.
Quellen: de.wikipedia.org
Methoden zur Oligonukleotid-Synthese und Verfahren zum Einbau von DNA in Zellen waren ebenso in kurzer Zeit verfügbar. Ebenso lernte man bald (an Universitäten wie in der Industrie) wirkungsvolle Verfahren zur Genexpression transgener Organismen und setzte diese ein, um menschliche Hormone in Bakterien herzustellen. Allerdings musste man bald feststellen, dass die damit verbundenen Schwierigkeiten größer waren, als man zunächst vermutet hatte. Ab 1977 wurde klar, dass eukaryotische Gene Introns enthalten, also gestückelt sein können und daher nach der Transkription ein Splicing notwendig ist, damit die Zelle aus der messenger RNA ein Protein herstellen kann. Die dafür notwendigen Enzymsysteme gibt es in Bakterien nicht, weshalb man für die Genexpression menschlicher Gene in Bakterien keine genomische DNA verwenden kann, sondern cDNA-Bibliotheken herstellen muss. Der Wettlauf, um die Herstellung menschlichen Insulins in Bakterien wurde von der Firma Genentech gewonnen. Mit diesem Erfolg begann der sogenannte Biotech-Boom und mit ihm einerseits die Ära von Biopatenten und einer vorher nicht für möglich gehaltenen Verquickung von biologischer Forschung, industrieller Fertigung und Gesetzgebung.
Quellen: de.wikipedia.org
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